• Bürgermeister Friedrich, Obertshausen

Obertshausen schließt sich Initiative „Respekt!“ an

Zwei Schilder gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus


Wie auch einige Nachbarkommunen möchte die Stadt Obertshausen ebenfalls ein klares Zeichen gegen Rassismus setzen. An den beiden Rathäusern an der Schubertstraße und Beethovenstraße hängen nun Schilder mit dem Aufdruck „Respekt! Kein Platz für Rassismus“. Klare Worte. Klare Botschaft. Die Stadt Obertshausen schließt sich damit der Initiative „respekt.tv“ an. Ende Juni und damit wenige Tage nach dem Amtsantritt von Obertshausens Neu-Bürgermeister Manuel Friedrich hatte der Magistrat in seiner Sitzung beschlossen, diese zwei Schilder zu beschaffen und an den Rathäusern anzubringen.


An der Aktion am 16. Juli 2020 haben Vertreter vom Malteser Hilfsdienst, der Diakonie, der Lehrerkooperative, der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe, des Ausländerbeirates, des Magistrats der Stadt Obertshausen und Verwaltungsmitarbeiter aus dem Fachbereich 5 „Soziales“ teilgenommen.

Ziel der Initiative ist es, mit der Schilderaktion die Botschaft „Respekt!“ an möglichst viele Orte zu bringen. „Wir setzen uns für ein respektvolles, tolerantes und wertschätzendes Miteinander in der Gesellschaft ein und beziehen damit Stellung gegen Rechtspopulismus und Rassismus“ sagt Bürgermeister Manuel Friedrich.

In der Vergangenheit wurde der Schaukasten für die Aushänge des Ausländerbeirates der Stadt Obertshausen am Rathaus in der Schubertstraße mehrfach mit Parolen und Klebeband beklebt. Nun ermittelt der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Südosthessen, nachdem Unbekannte zwischen Freitag, 19.00 Uhr und Sonntag, 14.45 Uhr, einen handgeschriebenen Zettel mit fremdenfeindlichen, rassistischen und antisemitischen Äußerungen auf diesem Schaukasten angebracht haben. Das Beweismaterial wurde der Polizei übergeben. Zeugen, die in der Schubertstraße am Rathaus Beobachtungen gemacht haben, mögen sich bitte auf der Kripo-Hotline 069 8098-1234 melden.

„Es ist wichtig, dass wir als Stadtverwaltung ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und damit auch gleichzeitig für die Vielfalt setzen. Die Vorkommnisse der jüngsten Zeit, zum Beispiel in Hanau, zeigen, dass wir da ganz deutlich sein müssen“, sagt Erster Stadtrat Michael Möser.

Vor kurzem hatte die Stadtverordnetenversammlung auf Vorschlag des Ausländerbeirates am 25. Juni einstimmig per Resolution von CDU, SPD, Bürger für Obertshausen, Bündnis90 / Die Grünen und FDP beschlossen, dass das bisherige Wahlverfahren des Ausländerbeirates in Obertshausen beibehalten und die Zusammenlegung der Ausländerbeiratswahl mit der Kommunalwahl begrüßt wird. „In Obertshausen leben Menschen aus 103 Nationen, alle tragen zum Leben in unserer Kleinstadt bei. Wir begrüßen die Aktion gegen Rassismus der Stadt Obertshausen sehr“, so Arif Ergüven und Ibrahim Türk für den Ausländerbeirat in Obertshausen. Der Ausländerbeirat wird ebenfalls ein Zeichen setzen und kündigt für die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 10. September an: „Wir kommen auf alle Fraktionen zu und werden für eine Resolution für Zusammenhalt, gegen Rassismus und Diskriminierung werben“.