• Norbert Zirnsak

Kein Platz für Rassismus bei den Veitshöchheimer Naturfreunden

Schildanbringung zum Hundertjährigen


Naturfreunde und IG Metall Würzburg haben am 12. September 2020, genau hundert Jahre nach der Grundsteinlegung, ein gusseisernes Respekt-Schild am altehrwürdigen Veitshöchheimer Naturfreundehaus angebracht. Unter Beisein der stellvertretenden Landrätin des Landkreises Würzburg, Karen Heußner und dem stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Veitshöchheim, Elmar Knorz, wurde das Schild unter Corona Bedingungen im kleinen Rahmen von Gunnar Haeukschel (Naturfreunde Würzburg) und Norbert Zirnsak (2. Bevollmächtigter der IG Metall Würzburg) enthüllt.

Helmut Försch, Jahrgang 1928 und Urgestein der Würzburger Naturfreunde, erinnerte an die Geschichte seines Verbandes. Besonders die Inbeschlagnahmung des Veitshöchheimer Naturfreundehauses im Januar 1933 durch die Nazis mit den verhängnisvollen Folgejahren, waren dunkelste Zeiten in der Chronik der Organisation. Umso wichtiger sei es jetzt dafür zu sorgen, dass sich ein solche Menschenverachtung nicht wiederhole. Auch Gunnar Haeukschel und Siegfried Hofmann betonten die historische Verpflichtung der Naturfreunde, gerade heutzutage Flagge gegen Rassismus zu zeigen.

Norbert Zirnsak unterstrich, dass „die Respekt-Aktion Menschen zusammenbringt, die denen eine Absage erteilen, die mit Ausgrenzung einen Keil in unsere Gesellschaft treiben“. „Naturfreunde und IG Metall haben ihre gemeinsamen Wurzeln in der Arbeiterbewegung. Aus dieser Tradition heraus versteht es sich von selbst, dass wir gesellschaftlichen Tendenzen entgegentreten, die sich gegen solidarisches Handeln wenden“, so der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Würzburg.

Die stellvertretende Landrätin des Landkreises Würzburg, Karen Heußner, der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Veitshöchheim, Elmar Knorz und die unterfränkische Bezirksrätin, Christina Feiler, überbrachten die Glückwünsche zum Jubiläum der Grundsteinlegung des Naturfreundeshauses. Alle Rednerinnen und Redner waren sich einig, dass Solidarität die Messlatte allen Handelns sein müsse. Man wolle in einer Region leben, in der die Menschen solidarisch miteinander Leben und Arbeiten. Die Anbringung des Respekt-Schildes bezeichneten sie gleichermaßen als ein starkes Signal für ein respektvolles Miteinander.

Mit Blick in Richtung Zukunft, wolle man die gemeinsame Respekt-Initiative zwischen Naturfreunden und IG Metall weiter mit Leben erfüllen. Mit gemeinsamen Veranstaltungen und einem stärkeren Austausch beider Organisationen. Es sei wichtig, verstärkt Menschen aus der Region zusammenbringen die sich für Respekt und Solidarität stark machen.