• Susanne Jasper

Gedenken in Hanau


Heute jährt sich der rassistische Anschlag in Hanau zum ersten Mal.


Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin wurden am 19. Februar 2020 aus rassistischen Motiven getötet.


An vielen Orten wird heute an sie erinnert.


Die Gewerkschaften in Hanau haben den Jahrestag zum Anlass für eine Schildanbringung am Gewerkschaftshaus genommen.


Irene Schulz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, war vor Ort und enthüllte das Respekt!-Schild.


Sie fand klare Worte: „Der Täter von Hanau war ein einzelner Täter, aber er war kein Einzeltäter. Diese menschenverachtende Tat hat zum wiederholten Mal gezeigt: In diesem Land können sich Menschen nicht gleichermaßen sicher fühlen. Das dürfen wir niemals hinnehmen. Es reicht nicht, kein Rassist zu sein. Wir müssen Antirassisten sein!"


Im Zusammenhang mit den rassistischen Morden in Hanau sind viele schmerzliche Fragen offen.

Eine besonders drängende ist: Warum konnte der Täter, dessen Verstrickung in rassistische und verschwörungsideologische Ideen polizeibekannt war, legal Waffen erwerben?

Welches rechtsterroristische Gefahrenpotenzial weiterhin besteht, hat jüngst eine kleine Anfrage an den Bundestag gezeigt: Ende 2020 besaßen mehr als 1.200 behördlich bekannte Rechtsextreme legal Waffen.

Wir müssen als Gewerkschaften und Zivilgesellschaft für Aufklärung und Konsequenzen eintreten.

Dazu gehört es, Politik und Behörden zum Handeln zu drängen.

Wir unterstützen die Forderungen der Initiative der Angehörigen der Opfer des 19. Februar.

Erinnerung!

Gerechtigkeit!

Aufklärung!

Konsequenzen!




Das Respekt!-Schild überbrachte Norbert Zirnsak als Spende der IG Metall Würzburg

Kranzniederlegung am Heumarkt


Say their names

Irene Schulz und Robert Weissenbrunner, Geschäftsführer der IG Metall Hanau-Fulda

Antifaschistischer Stadtrundgang