Workshop zum Thema Diskriminierung der Bildungsgemeinschaft Arbeit und Leben

Welche Formen von Diskriminierung gibt es? Wie und warum tauchen sie in den Strukturen unserer Gesellschaft auf? Was kann ich tun, wenn ich selbst Diskriminierung erfahre oder beobachte?

Mit diesen Fragen hat sich eine Gruppe von zukünftigen Heilerziehungspflegenden gemeinsam mit der Bildungsgemeinschaft Arbeit und Leben sowie der Unterstützung der Respekt!-Initiative in einem 3-tägigen Workshop auseinandergesetzt. Dafür ist die Gruppe für 3 Tage in die Freizeit- und Begegnungsstätte Oese gezogen. In verschiedenen Übungen hat sich die Gruppe in andere Perspektiven und Rollen versetzt und erlebt, wie ungleich Privilegien in unserer Gesellschaft verteilt sind.

Als Fazit der Übung fasst ein:e Teilnehmer:in zusammen:

„Erst, wenn ich mich in meiner privilegierten Rolle umdrehe und nach hinten schaue, sehe ich, wie viele Menschen hinter mir zurückbleiben und nicht die gleichen Chancen und Möglichkeiten im Leben haben.“

Durch kreative Methoden hat die Gruppe erprobt, wie man in diskriminierenden Situationen Position beziehen und andere unterstützen kann. Der Austausch zu eigenen Erlebnissen und Erfahrungen im Umgang mit Diskriminierung hat die Gruppe begleitet und wurde als sehr wertvoll wahrgenommen, da es im Alltag oft zu wenig Raum dafür gibt.

Als Auszubildende der Heilerziehungspflege hatte die Gruppe besonderes Interesse daran, sich tiefergehend mit dem Thema Behindertenfeindlichkeit zu beschäftigen. So wurden unterschiedliche Meinungen zum System der Behindertenwerkstätten und der Inklusion auf dem Arbeitsmarkt diskutiert und die fehlende Barrierefreiheit in Deutschland kritisiert.

Um die Inhalte des Workshops weiterzutragen und für Diskriminierung zu sensibilisieren, möchte die Gruppe in ihrer Berufsschule selber einen Mini-Workshop anleiten. In Kleingruppen haben die Teilnehmenden deshalb ein Thema ihrer Wahl im Feld Diskriminierung aufbereitet und schließlich selbst verschiedene Methoden und Übungen mit der restlichen Gruppe umgesetzt. Neben neuem Wissen über Diskriminierung nehmen die Teilnehmenden somit auch Handlungsoptionen und einen bunten Strauß von Methoden mit, um über das Thema in ihrer Berufsschule zu informieren.

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