Respekt! Weltweit!

Im Rahmen einer internationalen Konferenz zum Thema „Neue Formen des Hasses und ihre Gegendiskurse in Lateinamerika“ in Buenos Aires/Argentinien stellte Tom Kehrbaum von der IG Metall und der Academy of Labour die Respekt-Initiative der IG Metall vor. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert dieses Wissenschaftsprojekt in großem Umfang (insgesamt 12 Mio Euro) und verspricht sich dadurch Antworten auf die Frage, wie die Menschen in Brasilien, Argentinien und anderen Ländern der Region gesellschaftliche Krisen lösen.

Mehrere hundert junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutierten Anfang Oktober dieses Jahres drei Tage lang über die Zunahme rechter Gewalt, Frauenfeindlichkeit und Rechtspopulismus in Lateinamerika. Die Aktionen, Netzwerke, Bildungsveranstaltungen und die Methoden der Respekt-Initiative stießen auf großes Interesse. Diskutiert wurde die Rolle der Wissenschaften im Rahmen öffentlicher Debatten und Bildungsmaßnahmen. Angelica Jimenez-Romo und Tom Kehrbaum beantwortete viele Fragen zur konkreten praktischen Umsetzung der anti-rassistischen Aktionen in den Betrieben. Die Wissenschaftler*innen wurden ermutigt, ihre Forschungsergebnisse für politische Veranstaltungen und Bildung aufzuarbeiten, um den produktiven Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern. So wirkt die Respekt! – Initiative der IG Metall mit den vielen betrieblichen Aktionen unserer Kolleg*innen nun auch als gutes Beispiel der Förderung einer solidarischen Gemeinschaft bis nach Übersee. Gesprochen wurde Spanisch und Portugiesisch, so dass alle Teilnehmer*innen aus Lateinamerika ins Gespräch kamen. Anbei deshalb der Redetext und Präsentation von Tom auf Portugiesisch.