Respekt in Brasilien - Internationales Projektmanagement

In der Woche vom 27.06.-31.06.2019 entsendete die IG Metall aktive Gewerkschafter*innen, welche an der Ausbildungsreihe „Internationales Projektmanagement“ teilnehmen, nach Brasilien. Ziel ist es, die dortigen Arbeits- und Lebensbedingungen kennenzulernen und interkulturellen Austausch zu fördern. Der Ausbildungsgang wird pädagogisch vom Funktionsbereich Gewerkschaftliche Bildung durch die Bildungsreferenten Jens Beckmann und Kai Buchmann begleitet.

In diesem Zuge nahmen sie an einem Demonstrationszug teil, dessen Ziel der Gefängnistrakt war (auf dem Bild das Gebäude). Dort wurde der ehemalige Präsident Brasiliens Luiz Inácio Lula da Silva (Abk. Lula) 2017 nach einem international umstrittenen Prozess inhaftiert und wegen Korruption zu zwölf Jahren Haft verurteilt und verweilt seit nun mehr 420 Tagen im Gefängnis. Vor der Präsidentschaft war Lula war Vorsitzender des Dachverbandes der Gewerkschaft CUT und ist dann später mit der Arbeiterpartei PT zum Präsidenten gewählt worden.

Die entsendeten Gewerkschafter*innen besuchten das Aktionscamp vor dem Gefängnistrakt, nahmen an dortigen Bildungsmaßnahmen und Aktionen teil und drückten in einem gemeinsam verfassten Brief ihre Solidarität aus, der anschließend Lula durch seine Anwälte übergeben wurde. In diesem Brief beziehen sie Position für eine Persönlichkeit, die weitgehende Integrationsarbeit von Armen und Schwachen in die bestehenden Strukturen Brasiliens geleistet hat. Zusätzlich unterschrieben die deutschen Delegationsteilnehmenden ein Respekt!-Schild und übergaben das dem Aktionscamp mit solidarischen Grüßen.