Schildanbringung am 24. Januar: Haus der Familie, Studentenkneipe HoKi und Kulturverein „Alibi“

Weingarten setzt ein Zeichen

Mit „Respekt! Kein Platz für Rassismus“-Schildern will das Haus der Familie sichtbar Stellung beziehen: In Zeiten von Hass und Hetze gegen Minderheiten wollen die Initiatoren keinen Zweifel daran aufkommen lassen, wes Geistes Kind sie sind. Die Institution greift damit als erste städtische Einrichtung die Idee der „jungen Grünen“ im Gemeinderat auf, sich der bundesweiten Respekt-Kampagne anzuschließen und mit der Schilderaktion als Stadt Zeichen zu setzen für Toleranz und Weltoffenheit. Weitere Respekt-Schilder an öffentlichen Gebäuden werden folgen.

„Rassismus darf nicht toleriert werden. Eine Gesellschaft, in der es Platz für Rassismus gibt, ist keine funktionierende Gesellschaft“, sagt der Initiator der Aktion und Stadtrat der Grünen, Ferdinand Ganter, bei der Übergabe der Schilder am Freitag im Haus der Familie. Rassismus kategorisiere und diskriminiere Menschen aufgrund ihrer Abstammung oder äußeren Merkmale und widerspreche den Menschenrechten und dem Grundgesetz. Und Ganter weiter: „Engagement gegen Rassismus betrifft die gesamte Gesellschaft.“

Sowohl am Eingang zum Haus der Familie als auch in den Jugendräumen werden die „Respekt-Schilder“ künftig hängen und die Besucher für ein wachsendes Problem unserer Zeit sensibilisieren. Mit ihrer im Dezember vom Geschäftsausschuss genehmigten Aktion rannten die Grünen in der Liebfrauenstraße 24 quasi offene Türen ein. Constantin Schmidt vom Team Jugendarbeit meinte: „Ob Kinderhaus, Familientreff oder Jugendtreff, Menschen jeder Ethnie und Alters, jedes Geschlechts und jeder Religion sind hier willkommen.“ Im Haus der Familie gäbe es keinen Platz für Ausgrenzung. Mit dem Aufhängen der Schilder würde man verstärkt nach außen zeigen, was man im Haus der Familie praktiziere und lebe.

Rainer Beck, Fachbereichsleiter der Stadt für Gesellschaft, Bildung und Soziales, begrüßte die Teilnahme Weingartens an der Aktion. Sie sei ein weiteres Puzzleteil in den Bemühungen der Stadt, seit fünf Jahren Partner im Bundesprogramm Demokratie leben, respektvollen wie wertschätzenden Umgang in einer vielfältigen Gesellschaft zu fördern.

Weitere antirassistische Schilder im Amts- und Rathaus sowie am Integrationszentrum und im Kultur- und Kongresszentrum (KuKo) sollen folgen. Vorausgegangen sind bereits die Hochschulen, die Studentenkneipe Hoki und der studentische Kulturverein „Alibi“.