Neujahrsforum der IG Metall in Sprockhövel

Gegen die Verrohung – für Solidarität

Wohin entwickelt sich die Gesellschaft aktuell und wie gehen wir als Gewerkschafter*innen damit um? Vom 8. bis 10. Januar trafen sich ca. 100 Aktive aus der Bildungsarbeit in Sprockhövel, um die aktuellen Tendenzen in Politik und Gesellschaft zu betrachten. Dabei wurden sowohl die Verrohung von Sprache und Gesellschaft deutlich als auch die Hintergründe dieser Tendenzen beleuchtet.

Das Bild, das sich dabei zeigte, war zunächst desillusionierend: Der Umgangston wird härter. Menschenverachtende Hass-Mails und Gewaltdrohungen, Hetze gegen „Messermänner“ und „Kopftuchmädchen“, Angriffe auf Politiker*innen und Journalist*innen, Schaulustige, die Rettungskräfte behindern…

Gemeinsam mit Wissenschaftler*innen beleuchteten wir dann auch die Hintergründe. Soziale Abstiegsängste, nicht erfüllte Aufstiegsversprechen, unentgoltene Arbeitsleiderfahrungen, Ohnmachtsgefühle, also schlicht Geschichten des Scheiterns. In den Workshops wurde ein breites Themenspektrum abgedeckt. Bildung, Vielfalt, Sprache und politisches Framing, Fake News und nicht zuletzt die Orientierung nach dem Gewerkschaftstag 2019.

Es gab durchaus auch Anlass zur Hoffnung. Viele Menschen mobilisieren für Respekt und Solidarität, engagieren sich in sozialen Projekten, kämpfen für faire Löhne und soziale Teilhabe oder demonstrieren gegen Rechtspopulismus und Neonazis und für mehr individuelle Freiheit.

So gingen die Teilnehmenden gestärkt heraus und sendeten uns dieses schöne Foto mit der Botschaft: "Vereint gegen Hass und Hetze".