NaturFreunde Bodensee setzen Zeichen gegen Rassismus

Die NaturFreund*innen feierten am 15. September 2018 das 90-jährige Bestehen des NaturFreundehaus Bodensee. Mit einem breiten Natursport-Angebot, der Einweihung des Respekt-Schildes, der Restauration und Wiedereröffnung des Heinrich-Weber- Mahnmals, sowie an den Infoständen und in den Festreden zeigten die NaturFreund*innen dabei ihr breites Wirkungsspektrum auf.

Die NaturFreund*innen sind mehr als Freund*innen der Bewegung in der Natur. Aus der Arbeiterbewegung entstanden, vertreten die NaturFreund*innen bis heute soziale und ökologische Werte.
Auch das NaturFreundehaus wurde einst als „Ort der Zuflucht, Erholung und des Friedens“ gegründet, so Regina Schmidt‐Kühner, stellvertretende Bundesvorsitzende der NaturFreunde, war aber auch „Ausdruck des Klassenkampfes“. Dem damals entscheidenden Mitbegründer des Hauses Heinrich Weber zu Ehren wurde im Rahmen der Festivitäten das für ihn errichtete und neu restaurierte Mahnmal wiedereröffnet. In der Laudatio von Heidi‐Lorenz‐Schäufele wurde sein Leben mit und für die Werte der NaturFreund*innen deutlich. Im Rahmen der Aktion Gitter nach dem gescheiterten Anschlag auf Hitler wurde auch Heinrich Weber gefangen genommen und schließlich im KZ Mauthausen ermordet.
Auch heute sehen es die NaturFreund*innen als eine ihrer Aufgabe, sich klar gegen jede Form von Rassismus zu stellen. Als Zeichen dafür wurde am besagten Samstag gemeinsam mit der IG Metall Singen das „Respekt! Kein Platz für Rassismus“‐ Schild am NaturFreundehaus angebracht. In seiner Rede betonte der 2. Bevollmächtigte und Kassierer der IG Metall Singen wie wichtig es ist, für Menschenwürde und Toleranz einzutreten.