Kritische Akademie Inzell setzt ein Zeichen für »Respekt!« und Toleranz
- Freitag, 22. Juli 2011
Bei der Podiumsdiskussion: Sigi Walch (Dritter Bürgermeister der Gemeinde Inzell), Peter Donath (IG Metall Vorstand Frankfurt), Janina Wissler (»Respekt!« Botschafterin, Model und Moderatorin), Christoph Grabner (Moderator Radio Bayernwelle), Erika Pohlner (Vorstand Sportclub Inzell) und Roland Dohlus (Rektor der Grund- und Hauptschule Inzell)
Auch die Kritische Akademie Inzell - ein Bildungszentrum für politische und berufliche Fort- und Weiterbildung - setzt nun ein Zeichen für mehr »Respekt!« und für mehr Toleranz in der Gesellschaft. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion bei einer Betriebsräte-Konferenz erhielten die Gemeine Inzell, die Volksschule und der SC Inzell ebenfalls »Respekt!« Schilder, die beiden letzteren auch Fußbälle mit dieser Botschaft.
Janina Wissler, Model, Moderatorin und Grafikerin sowie »Respekt!« Botschafterin brachte zusammen mit Peter Donath vom IG Metall-Vorstand das Schild an der Kritischen Akademie an. Bei einer Podiumsdiskussion setzte sie sich mit Erika Pohlner vom SC Inzell, Schulleiter Roland Dohlus, dem Dritten Bürgermeister Sigi Walch und den Betriebsratsangehörigen der Triumph-Beschäftigten mit dem Thema auseinander. Dabei konnte Janina Wissler auch über ihre persönlichen Erfahrungen mit fehlendem Respekt sprechen. Auf die Frage des Moderators Christoph Grabner vom Radio Bayernwelle Südost nach ihren Erfahrungen erzählte Janina Wissler, was ihr bei einem Regionalsender passierte. Als sie dort schon ein halbes Jahr Nachrichtensprecherin gewesen sei, habe sie eine neue Abteilungsleiterin bekommen, die sie mit der Aussage »Sie sind zu jung und zu hübsch« abserviert habe. Wissler vermutete, dass dies an Vorurteilen wegen ihrer früheren Aufnahmen für den »Playboy« lag.
Diskutiert wurde an diesem Tag aber auch zum Beispiel über Mobbing unter Schülern, und alle Inzeller plädierten dafür, den Begriff »Rassismus« weiter zu deuten. In Inzell etwa gehe der »Rassismus« schon los mit abschätzigem Verhalten gegenüber Schülern aus Nachbardörfern.
