Die neue Schirmfrau Sandra Minnert im »Respekt!« Interview
- Dienstag, 01. November 2011
Sandra Minnert weiß, »… wie beim Frauen-Fußball muss auch beim Thema Respekt immer wieder um Aufmerksamkeit und Anerkennung gekämpft werden.« Darin hat die Ex-Fußball-Nationalspielerin mittlerweile ziemlich viel Übung.
Aus welchem Grund hast Du Dich entschlossen, das Amt der »Respekt!« Botschafterin zu übernehmen?
Weil ich voll und ganz hinter der Idee der »Respekt!« Initiative stehe, habe ich nicht lange überlegen müssen, als Lothar Rudolf mich gefragt hat, ob ich das Amt der Botschafterin übernehmen möchte. Ich meine, Respekt ist für das »Miteinander« eine grundlegende Voraussetzung und es ist wichtig, jeden sein zu lassen, wie er ist. Nur so kommt das Potential des einzelnen zum Tragen. Gerade im Sport habe ich erlebt, wie wichtig es ist, jeden in seiner Andersartigkeit zu respektieren und gemeinsam an einem Strang zu ziehen. So wird eine Nationalmannschaft erfolgreich und erkämpft sich Siege.
Auf welche Aufgaben als »Respekt!« Botschafterin freust Du Dich?
Ich freue mich auf alle meine neuen Aufgaben als »Respekt!« Botschafterin. Ich möchte so viele Veranstaltungen wie möglich besuchen, um die Öffentlichkeit für das Thema Respekt zu sensibilisieren. Wenn ich dabei von zehn Menschen einen erreiche, dann ist schon viel gewonnen.
Welche Aufgaben werden auf Dich zu kommen?
Voraussichtlich werde ich das ganze Jahr viel auf der Autobahn sein, da ich als »Respekt!« Botschafterin deutschlandweit unterwegs bin. Vor allem werde ich Veranstaltungen von Betrieben, Schulen und Bildungseinrichtungen besuchen. Mein besonderes Anliegen ist, Jugendliche und Kinder für Respekt und einen respektvollen Umgang miteinander zu interessieren.
Welche Erlebnisse im Hinblick auf Respekt waren für Dich bedeutend?
Im Sport habe ich viele respektvolle Momente und Verhaltensweisen erlebt. Was mich in meiner Zeit als Botschafterin der FIFA Frauen WM 2011 besonders beeindruckt hat, waren die Begegnungen mit herzkranken und krebskranken Kindern in den Krankenhäusern, die ich besucht habe. Die Kinder haben sich trotz ihres schweren Schicksals gefreut, gelacht und bedankt, dafür dass ich sie besucht habe und ihnen kleine Geschenke mitgebracht habe. Vor diesen Kindern habe ich großen Respekt.
Dass mich die Stadt Ortenberg, zu der mein Heimatort, die Gemeinde Gelnhaar gehört, 2007 zur Ehrenbürgerin ernannt hat, macht mich stolz. Diesen Status verstehe ich als Anerkennung und Respekt gegenüber meiner Leistung als Nationalspielerin. Und zusätzlich hat Gelnhaar, nach der Weltmeisterschaft 2003, eine Straße nach mir benannt. Auch darauf bin ich stolz und ich habe mich sehr darüber gefreut. Wer bekommt schon zu Lebzeiten diese Auszeichnungen?
Du warst Botschafterin der FIFA Frauen WM 2011. Was kannst Du aus diesem Amt an Erfahrung für das Amt der »Respekt!« Botschafterin mitnehmen?
Ich denke, ich kann sehr viele Erfahrungen ins Amt der »Respekt!« Botschafterin mitnehmen, da ich drei Jahre Öffentlichkeitsarbeit für die Frauen-Fußball WM 2011 gemacht habe. Und wie beim Frauen-Fußball muss auch beim Thema Respekt immer wieder um Aufmerksamkeit und Anerkennung gekämpft werden. Darin habe ich mittlerweile ziemlich viel Übung.

