»Respekt!« auf dem 22. Ordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall
- Montag, 17. Oktober 2011
1.200 Delegierte und Gäste nahmen vom 9. bis zum 15. Oktober 2011 teil am 22. Ordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall in Karlsruhe. Hier werden Entscheidungen getroffen und Wahlen abgehalten, die maßgebend sind für die deutschlandweite Umsetzung in den nächsten vier Jahren. Das Hauptanliegen der IG Metall Jugend (Stichwort »Operation Übernahme«) sowie die aktuellen Themen in Zeiten der globalen Bankenkrise und der Rollenfindung Europas sind die größten Themen in Reden und Diskussionen vor und hinter den Kulissen.
»Respekt!« war direkt neben dem Stand der IG Metall Bildungsarbeit vertreten mit »Respekt!« Schirmfrau Sandra Minnert und auffällig guter Musik. Schon vorab bei der Eröffnungsfeier präsentierte ZDF Sportmoderator und »Respekt!« Botschafter Thomas Wark auf der Bühne Kaye-Ree mit dem neuen »Respekt!« Song sowie das neue Buch der Initiative »Respekt! – 100 Frauen, 100 Geschichten«, das unter anderem durch 30 Frauen in der IG Metall entstanden ist. Der Schauspieler Peter Lohmeyer erzählte persönliche Erfahrungen, die ihm und seiner Familie negativ widerfahren sind.
In den Sitzungen wurden auf der Personalienseite der Erste Vorsitzende Berthold Huber, der Zweite Vorsitzende Detlef Wetzel sowie der Hauptkassierer der IG Metall Bertin Eichler wiedergewählt; letzterer sogar mit einem rekordverdächtigen Ergebnis von 97,9 % der Stimmen.
Größter Spannungsmoment war die Abstimmung zu einem stark diskutierten Plan der Gewerkschaftsspitze, den geschäftsführenden Vorstand von sieben auf fünf agierenden Posten zu reduzieren. Alles bleibt hier jedoch beim alten. Die Kritiker, die sich in der Wahl durchgesetzt haben, befürchteten, dass dieser Schritt zu weniger Demokratie und weniger Entscheidungsviefalt geführt hätte.
Am Freitag sprach Angela Merkel vor den IG Metallern. Sie dankte dafür, dass die Angestellten in diesen Zeiten entscheidend zur Lösung der Krise beitragen, und dass dies in besseren Zeiten auf keinen Fall vergessen werden darf. Der Erste Vorsitzende der IG Metall Berthold Huber erinnerte die Gewerkschafter daran, dass Angela Merkel in anderen Funktionen schon bei Gewerkschaftstagen war: Ein mal als Generalsekretärin und ein anderes mal als Franktionsvorsitzende. Für das, wie Berthold Huber sagte, »nicht selbstverständliche« Kommen bedankte er sich ausdrücklich und wiederholte das Bekennen der IG Metall und des DGB zu einem starken Europa.
Die IG Metall Jugend wollte ihre Forderungen persönlich vor der Kanzlerin darbringen und in Reden konkret werden, doch dazu kam es aus unklaren Gründen nicht.
Fotos
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Botschafter
- Thomas Wark und Béla Réthy
- Peter Lohmeyer
- Kaye-Ree
- Sandra Minnert (»Schirmfrau«)
- Ulrike Obermayr
- Bertin Eichler (»Schirmherr«)
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