»UFFBASSE« ganz ernst gemeint – Kampfansage zweier Macher und Freunde

Uwe Hück, Bülent Ceylan und das »Respekt« Team besuchen ihre Sterntaler-Familien.

Bülent Ceylan hat sich seit langem in Jedermanns und Jederfraus Herzen entertaint und man braucht nicht mehr allzu viel zu erklären zu ihm als Öffentliche Person. So sehr man ihn auch liebt als brillanten Comedian charmantesten Humors, ist man dennoch berührt und schätzt ihn umso mehr, wenn man den Menschen Bülent erlebt, wenn ihn Dinge tief bewegen und er ihnen seine ungeteilte, absolute Aufmerksamkeit schenkt. Genau diesen Bülent Ceylan trifft man an, wenn er als deren Botschafter seine Sterntaler im Kinderhospiz Dudenhofen aufsucht. Dass er bei Jauch im »Wer wird Millionär-Promi-Quiz« eine großartige Spendensumme für seine Sterntaler erspielt hat, war natürlich eine tolle Überraschung, die dem Verein ganz wesentlich geholfen hat. Dies übertrifft er allerdings nur noch, indem er tatsächlich persönlich vorbei kommt, um nach dem Rechten zu sehen und sich ein Update über die Belange der Sterntaler-Kinder und deren Familien zu verschaffen wie nun wieder geschehen. Und als Verstärkung brachte er dieses Mal seinen Freund Uwe Hück mit.

Uwe Hück: Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Porsche AG, Betriebsratsvorsitzender der Standorte Zuffenhausen/Ludwigsburg, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG... und so könnte man die Liste endlos weiterführen. Worauf Uwe Hück sympathischer Weise aber wirklich gesteigerten Wert legt, ist sein straighter Werdegang und was er daraus an Erkenntnissen gewonnen hat, die er heute im täglichen Leben und bei seinem sozialen Engagement anwendet.
Der Vater von 3 Söhnen (zwei davon sind adoptiert) hatte selbst einen wahrhaft schweren Start ins Leben. In jungen Jahren verlor er seine Eltern und wuchs danach im Kinderheim auf. Schon dort hat er früh gelernt, sich durchzukämpfen. Zunächst absolvierte er eine Ausbildung als Autolackierer. Parallel dazu – denn ohne Herausforderung geht es für einen Hück nicht - war er professioneller Thaiboxer und behauptete sich als zweifacher Europameister... »Was ich mache, das mach ich richtig!«

Mit seinem eigenen Erfolg gab er sich aber nicht zufrieden. Er ist der Überzeugung, dass man allen Menschen die Chance geben muss, ihre individuellen Fähigkeiten zu entdecken und auszubauen. So tritt er zweimal wöchentlich persönlich in den Ring und das im Wortsinn. Er trainiert Thaiboxen mit Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten. »Beim Sport lernt man Respekt und Disziplin und das ist die Grundlage für vieles«, erklärt Uwe Hück. 

Allerdings ergreift es den »Kerl« mit der rauen Schale und dem großen Herzen, wenn er bei den Sterntalern auf Kinder und Familien trifft, die keinen Einfluss haben auf ihr schweres Schicksal. Auf sie hat ihn sein Freund Bülent Ceylan als Sterntalerbotschafter aufmerksam gemacht und gemeinsam haben sie beschlossen, den Sterntalern durch Dick und Dünn beizustehen.
»Uffbasse« klingt dann plötzlich ganz anders, wenn die zwei Freunde es in diesem Zusammenhang benutzen, denn es ist ihnen »verdammt ernst«.

Uwe Hück sagt im intensiven Gespräch mit Geschäftsführerin Ursula Demmer und Tobias Fouquet: »Es darf keine Probleme und Hindernisse geben für Einrichtungen wie diese, Orte wie das Kinderhospiz Sterntaler sind enorm wichtig für die Kinder hier und ihre Familien. Wir bräuchten viel mehr Menschen, die sich so für die Schwächsten unter uns einsetzen. Es kann nicht sein, dass dann von irgendeiner Seite Steine in den Weg geworfen werden! Wenn ich so etwas höre, werde ich richtig wütend! Da brauchen dann die Leute Hilfe, die sonst selbst helfen…!« »Und wo doch Probleme auftreten, da stehen Uwe und ich an Eurer Seite!«, ergänzt Bülent Ceylan. »Schreib das genauso auf, Linn, das soll jeder Wissen«, fordert Uwe Hück den Sprecher der Sterntaler, Linnford Nnoli auf – was dieser natürlich mit Freuden tut.

Die beiden hatten »Respekt« mitgebracht – eine Initiative gegen Rassismus. Unter dem Motto: »Es gibt noch viel zu tun, Intoleranz steckt in zu vielen Köpfen, komm her, steh auf, hör zu!...« (aus dem »Respekt!« Song von Irie Révoltés) kamen die Freunde und ihre sympathische Crew ins Kinderhospiz Sterntaler. Hier wurde schnell klar, warum Respekt mitunter noch für weitaus mehr steht, als den Kampf gegen Rassismus.

Kris-Patrick Rudolf, Mit-Initiator der »Respekt« Initiative, erklärt die Grundlagen des Konzeptes so: »Respekt beinhaltet für mich Achtung, Anerkennung, Autorität, Toleranz und Vorsicht. Wenn man all diese Verhaltensformen in seine persönliche Art zu Leben integriert und sich dieser Lebensphilosophie stellt, dann gibt es immer ein WIR – der Respekt ist der Schlüssel zum Leben!«

Sterntaler-Kind Lucia forderte dann gleich mal eben diesen Respekt ein, indem sie »Onkel Uwe« zeigte, dass sein Porsche nicht im Entferntesten anstinken kann gegen ihren Elektro-Rolli, den sie über einen Joystick an ihrer Armlehne virtuos zu steuern versteht. Uwe Hück verneigte sich respektvoll vor der kleinen Sterntalerin und ihren Fahrkünsten.

Eine der anwesenden Sterntaler-Mütter sagte: »Wir möchten Euch, Uwe und Bülent, die Ihr auf der absoluten Sonnenseite des Lebens steht, aufrichtig dafür danken, dass Ihr uns, die wir schicksalsbedingt im Regen stehen nicht nur nicht vergesst, sondern persönlich nach uns schaut und danach, wie es uns geht und was uns bedrückt.« Und damit meinte sie, dass die beiden und das »Respekt« Team sich absolute Auszeit genommen hatten, um sich ausgiebig mit den Kindern und Eltern befassen zu können. RESPEKT!

Die tollen Geschenke für die Kids: »Respekt« Fußbälle von Porsche, DVD´s, T-shirts, Kinderbücher und für die Sterntaler-Kinder und Geschwisterkinder eigens ausgesuchte, individuelle Geschenke, gerieten bei so viel beherztem Miteinander fast in den Hintergrund – aber nur fast, denn die Kids schleppten ihre Geschenke wie Schätze mit sich herum. Die Mamas machten Fotos mit Bülent und Uwe und die Papas durften sogar mit dem Porsche fahren. Da leuchteten die Augen der Großen nicht weniger als bei den Kleinen. Lucia erklärte Uwe und Bülent, dass sie ihre Freunde sind und sang beiden noch zum Abschied das Buchstabenlied.

Die Sterntalerfamilien, wie auch ihre lieben Besucher verabschiedeten sich in bester Stimmung und alle freuen sich schon jetzt auf das nächste Wiedersehen mit Bülent Ceylan, Uwe Hück und dem tollen Begleit-Team das sich ohne Ausnahme in Kopf, Gespräch und Herz mit dem Kinderhospiz-Sterntaler befasst hat.

Alle Sterntaler sagen ein herzliches Dankeschön!

Text & Foto: © Kinderhospiz-Sterntaler e.V.

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